Hunde im Sommer
Für viele Menschen ist der Sommer die schönste
Jahreszeit. Wärme und Sonnenschein bringen nach langen
Wintermonaten und verregnetem Frühling Schwung in den
Zweibeiner. Was unsere Haustiere angeht, heißt es nun
allerdings aufpassen!
Sonnenbrandrisiko trotz langem
Fell
Ist die Sonne zu stark, zieht es den Menschen in
den Schatten. Hunde verhalten sich hingegen anders: Oft
reagieren unsere besten Freunde nicht entsprechen auf
große Wärme und flüchten sich nicht einmal in
geschützte Ecken. Ein erhöhtes Sonnenbrandrisiko
droht dabei vor allem an Körperstellen, die nur mit wenig
Fell bedeckt sind. So können gerade die Nasenpartien
betroffen sein - ist die Haut an der Schnauze beschädigt,
erhöht sich die Gefahr durch starke Sonneneinstrahlung
zusätzlich. Besonders betroffen sind Hunde mit
weißem Fell, kurzhaarige Rassen und frisch geschorene
Hunde - bei ihnen ist das Sonnenbrandrisiko deutlich
erhöht. Dementsprechend gehören diese Vierbeiner zur
Mittagszeit besser ins Haus. Und wer die empfindlichen Ohren
seines Schützlings vor Schädigungen bewahren
möchte, kann eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
benutzen. Besonders geeignet sind Produkte für Kinder.
Sonnenbrandgefahr gebannt? Nun gilt es, einem weiteren Risiko
zu begegnen: Bei warmem Wetter kann es bei Hunden zu einem
Hitzschlag kommen. Am stärksten betroffen sind dabei neben
Welpen und älteren Hunden auch kurznasige Rassen. Bei
einem Hitzschlag kommt es zu exzessivem Hecheln oder einem
regelrechten Kollaps. In beiden Fällen ist eine
tierärztliche Notfallversorgung erforderlich. Zur
Vorbeugung sollten Sie für ausreichend Schatten im Garten
sorgen und Ihren Hund bei heißem Wetter nicht zu sehr
belasten.
Stets frisches Wasser - Futter
umstellen!
Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Gerade in den
heißen Monaten braucht Ihr Hund immer genügend
frisches Wasser. Neben dem kühlen Nass sollte man auch das
geeignete Futter hinstellen: Dosenfutter, das bei warmem Wetter
draußen steht, wird schnell schlecht und zieht
außerdem Fliegen an - daher ist im Sommer häufig
Trockenfutter die richtige Variante. Auch für das Gewicht
Ihres Tieres gelten nun besondere Regeln: Zwar verbringen die
meisten Hunde viel Zeit draußen und benötigen daher
eigentlich mehr Futter, sollte Ihr Hund bei sehr warmem Wetter
jedoch träge werden, sinkt der Futterbedarf wieder und
muss dementsprechen angepasst werden.
Genießen
Sie den Sommer mit Ihrem Hund
Was gibt es Schöneres, als die langen Sommertage im Freien
zu verbringen? Auch Ihr Hund wird nun viel draußen
spielen wollen. Hier sind einige Vorschläge, wie Sie und
Ihr Vierbeiner die warme Jahreszeit so richtig genießen
können:
Schwimmen:
Viele Hunde lieben das Wasser: Schon ein relativ
kleines Planschbecken erfüllt dabei seinen Zweck und
hilft, die Hitze zu bekämpfen. Am weiten Meer oder einem
nahen See kann Ihr Vierbeiner jedoch nach Lust und Laune
spielen, apportieren und schwimmen. Auf eines sollten Sie dabei
allerdings achten: Suchen Sie sich Badestellen mit flachem Ufer
aus! Hier schafft es Ihr Hund leichter aus dem Wasser heraus.
Neben den vielen "Wasserverrückten" gibt es natürlich
auch Hunde, die Angst vor dem nassen Element haben oder
nur mit den Pfoten hinein wollen. Diese scheuen
Exemplare kann man auch an heißen Tagen zu nichts
zwingen. Im Gegenzug sollten Sie forschen Vierbeinern, die
direkt in die Fluten springen und anfangen zu paddeln,
unbedingt ihren Spaß lassen. Nach dem Badevergnügen
gilt es, einen weiteren Blick auf Ihren besten Freund zu
werfen: Schüttelt sich Ihr Hund exzessiv oder kratzt sich
stark die Ohren, könnte das ein Zeichen für eine
Ohrinfektion sein. Und besonders nach dem Baden in einem
gechlorten Pool gilt: Das Chlor gründlich aus dem Fell
waschen und die "Wasserratte" komplett abtrocknen.
Wandern:
Hunde haben Lust am Wandern - Sie sollten also ruhig auch im
Sommer mit Ihrem Vierbeiner hinaus ins Land ziehen. Allzu rauhe
Untergründe können seinen Pfoten gerade bei
längeren Spaziergängen allerdings belasten. Sie
sollten es daher zunächst mit kurzen Strecken probieren
und die Distanzen lieber nach und nach steigern. Und - dieser
Hinweis darf nicht fehlen - nehmen Sie stehts ausreichend
frisches Wasser mit auf Tour! Für diese Zwecke gibt es
geeignete Wasserbehälter, die sich flach zusammenlegen
lassen und daher leicht zu transporieren sind. Bei
häufigen Pausen können Sie aus diesen Behältern
für die wichtigen Erfrischungen zwischendurch sorgen.
Für alle Hunde - egal ob wanderwütig oder nicht -
gelten also wichtige Hinweise, um die Zeit in der freien Natur
sicher und gesund genießen zu können:
- Stellen Sie viel frisches Wasser zur Verfügung und
suchen Sie schattige Plätzchen für ein Nickerchen
oder zum Abkühlen!
- Untersuchen Sie die Hundepfoten hin und wieder auf Teer
und Kies zwischen den Ballen!
- Wenn Ihr Hund auf dem Rasen spielt, verwenden Sie keine
Pestizide!
- Für den Fall, dass Ihr Hund verloren gehen sollte,
legen Sie ihm ein Halsband mit Ihrer Telefonnummer
um!