Wie Sie Ihrem Kätzchen helfen, eine soziale Katze zu werden
Machen Sie ihre Katze Gesellschaftsfähig

Sicher möchten Sie, dass aus Ihrem Kätzchen eine
erwachsene Katze wird, die gut mit Menschen auskommt. Sie soll
Ihnen ein guter Freund sein. Damit das gelingt, müssen Sie
wissen, dass die Sozialisierungsphase bei Katzen sehr kurz ist.
Die ersten vier bis sechzehn Wochen im Katzenleben ist die
wichtigste Zeit für die Verhaltensentwicklung und die
Sozialisation.
Die frühen Erfahrungen Ihres Kätzchens
Bevor Ihr Kätzchen zu Ihnen kam, hatte es Kontakt zu
seiner Mutter, dem Rest des Wurfs und vielleicht zu einigen
anderen Menschen. Kätzchen müssen sich sehr
früh daran gewöhnen, dass Menschen mit ihnen umgehen.
Nach Möglichkeit sollten sie mehrere Menschen
kennenlernen, damit sie nicht nur einen einzigen Betreuer
akzeptieren. Sie müssen außerdem mit den Anblicken,
Gerüchen und Geräuschen des Alltags vertraut gemacht
werden.
Weiter so!
Wahrscheinlich kommt Ihr Kätzchen zu Ihnen, wenn es
etwa acht bis zwölf Wochen alt ist. Hatte es dann schon
viel Kontakt zu Menschen, sollte es nicht schwierig sein,
diesen Kontakt weiter zu verstärken und ihrem
Kätzchen zu helfen, eine freundliche, glückliche und
selbstbewusste Katze zu werden. Wenn Ihr Kätzchen zu Ihnen
nach Hause kommt, kann das ganz schön
überwältigend für das Kleine sein. Bringen Sie
es an einen ruhigen, sicheren Ort und zeigen Sie ihm,
wo
Futter und
Katzenklo stehen. Geben Sie ihm viel Liebe, beruhigen Sie
es, streicheln Sie es zärtlich und sprechen Sie mit
sanfter, ruhiger Stimme mit ihm. Spielen ist eine tolle
Möglichkeit, Ihre Beziehung zum Kätzchen zu festigen
- und es wird sehr schnell mitspielen wollen.
Kinder und Kätzchen
Ihr Kätzchen sollte sich so früh wie möglich
an
Kinder gewöhnen. Geschieht das nicht, kann es sein,
dass es Kinder später ablehnt oder beißt. Wenn Sie
Kinder haben, werden diese natürlich mit Spannung die
Ankunft des kleinen Spielgefährten erwarten. Sie
müssen ihnen aber auch beibringen, dass ein Kätzchen
kein Spielzeug ist, sondern vorsichtig behandelt werden
möchte. Die gemeinsame
Spielzeit muss beendet werden, sobald das Kätzchen
nicht mehr mag. Informieren Sie Ihre Kinder, dass das
Kätzchen auch mal kratzen oder im Spiel beißen
kann.
Menschen außerhalb der Familie
Sie sollten ein kleines Kätzchen mit so vielen Menschen
wie möglich bekannt machen. So wird es später keine
Angst vor Fremden haben.
Ihr Kätzchen und andere Haustiere
Gut möglich, dass Ihr Kätzchen nicht nur lernen
muss, mit Menschen klarzukommen, sondern auch mit weiteren
Haustieren. Ein großer Laufstall kann sehr nützlich
sein, wenn Sie Ihr kleines Kätzchen Ihrer Katze oder Ihrem
Hund vorstellen. So fühlt es sich beim ersten Treffen
sicher. Überstürzen Sie nichts und lassen Sie das
Kätzchen nicht mit der Katze oder dem Hund allein, bis Sie
ganz sicher sind, dass nichts passieren kann.
Trennungsängste
Die gute Nachricht: Ihr Kätzchen versteht sich jetzt
prima mit Menschen. Die schlechte Nachricht: Es hängt so
sehr an Ihnen, dass es ihm schwerfallen wird, Sie fortgehen zu
lassen.
Früher dachte man, dass es Trennungsängste nur bei
Hunden gibt. Heute weiß man jedoch, dass auch Katzen
darunter leiden können.
Dass Ihr Kätzchen an Trennungsängsten leidet,
erkennen Sie daran, dass es Anzeichen von Stress zeigt, wenn
Sie gehen. Es kann extrem laut werden und vielleicht sogar sein
Geschäft im Haus erledigen, während Sie weg
sind.
Hier ein paar Tipps, falls Sie den Eindruck haben, dass
Ihr Kätzchen Trennungsangst hat: Lassen Sie es so wenig
wie möglich allein und versuchen Sie, kein zu großes
Aufheben um das Weggehen zu machen, zum Beispiel zehn Minuten
nach Ihrem Schlüssel zu suchen. Wenn Ihr
Kätzchen Ihr Haus
verunreinigt, bestrafen Sie es nicht. Katzen verstehen
Strafe nicht, und da sein Verhalten ohnehin schon durch Stress
verursacht wird, kann eine Bestrafung das Problem nur noch
schlimmer machen.
Ihr Tierarzt gibt Ihnen sicherlich gerne weitere
Ratschläge.